FCB findet kein Mittel gegen gutes Pressing von YB

Eine Stunde lang war der BSC Young Boys dem FC Basel dank klaren Vorteilen in Spielaufbau sowie Pressing hoch überlegen. Der FCB fand kein Mittel gegen die gute Ausführung der mutigen Spielweise der Berner und blieb chancenlos (2:4).

Sowohl die Young Boys wie der FC Basel versuchen gewöhnlicherweise den Ballbesitz zu kontrollieren, indem das Spiel aus der eigenen Abwehr eröffnet und der Ball mit flüssigen Kombinationen in den eigenen Reihen behalten wird. Entscheidend sind in der Direktbegegnung dementsprechend oft die Mechanismen im Spielaufbau sowie die taktische Ausrichtung gegen den Spielaufbau des Kontrahenten. In dieser Partie war der FC Basel in beiden Belangen deutlich unterlegen. Im eigenen Spielaufbau fand der FCB kein Mittel gegen das aggressive Pressing der Berner. Eine etwas passivere und vor allem weniger kompakte Ausrichtung im Spiel gegen den Ball führte dazu, dass die an diesem Nachmittag auch spielerisch überlegenen Berner die Partie eine Stunde lang dominierten.

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YB ohne Zugriff auf Evertons Spielaufbau

Der BSC Young Boys war im Hinspiel des Europa-League-1/16-Finals gegen den FC Everton (1:4) phasenweise deutlich unterlegen. Insbesondere das Mittelfeldpressing funktionierte gegen ein spielerisch starkes Everton nicht.

Am vergangenen Samstag noch hatte die taktische Einstellung von YB-Coach Forte in der Super-League-Partie gegen GC hervorragend gepasst. In der gleichen Startaufstellung angetreten, fanden die Berner gegen den FC Everton nie Zugriff aufs Spiel. Die Engländer interpretierten das 4-2-3-1-System auf sehr flexible Art und zeigten sich bestens vorbereitet für das Spiel auf dem Berner Kunstrasen. Sie waren gewillt, die Partie mit gutem Spielaufbau und flüssigen Kombinationen zu dominieren. Die wichtigsten Elemente dabei waren viel Bewegung im Spiel ohne Ball vor allem auf der linken Spielfeldseite und ein technisch sehr sauberer Auftritt.

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GC mit chancenloser taktischer Ausrichtung gegen YB

Der Grasshopper Club Zürich kassierte in der Auswärtspartie beim BSC Young Boys (2:4) im zweiten Spiel hintereinander vier Gegentore. Mit der taktischen Ausrichtung im 3-4-1-2-System schuf sich GC gegen gut eingestellte Berner viele Probleme selbst.

Der neue GC-Coach Tami schickte sein Team in seinem zweiten Spiel für den Grasshopper Club mit unveränderter Startformation aufs Feld. Charakteristisch für das gewählte 3-4-1-2-System ist der starke Fokus auf das Spielfeldzentrum. Vor der Dreierkette agieren Lang und Abrashi als Doppelsechs. Die beiden Stürmer Dabbur und Ngamukol weichen eher selten auf die Seiten aus und verteidigen im Spiel gegen den Ball hauptsächlich die Spielfeldmitte. Dazwischen spielt Caio die Rolle eines klassischen Spielmachers mit relativ geringem Aktionsradius. Auf den Aussenbahnen müssen Bauer und Pavlovic jeweils viel Raum alleine abdecken, was in einem System mit Dreierkette durchaus der Regel entspricht, aber auf Grund der angesprochenen Rollen der Offensivspieler im GC-Spiel doch extrem ist.

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FC Basel – FC Sion: Systemumstellungen prägen Spielverlauf

Die rote Karte gegen FCB-Goalie Vaclik kurz vor der Pause führte zu einer taktisch interessanten Partie zwischen dem FC Basel und dem FC Sion (1:1). Beide Teams nahmen im Verlauf der zweiten Halbzeit überraschende Systemumstellungen vor.

Vier Tage vor dem Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen den FC Porto trat der FC Basel zu Hause gegen den FC Sion gegenüber der von Coach Sousa zuletzt favorisierten Aufstellung mit leicht veränderter Ausrichtung an. Wie gewohnt war der Rechtsverteidiger (Xhaka) sehr offensiv ausgerichtet und hielt sich der rechte Mittelfeldspieler, diesmal Delgado, vornehmlich im Halbraum auf. Dem Basler Spiel auf der linken Seite Breite zu geben, lag in Callas Verantwortung. Das Mittelfeldzentrum, häufig mit drei Spielern besetzt, bestand hauptsächlich aus dem Duo Zuffi-Elneny. Gashi agierte losgelöst vom Zentrum auf der halblinken Seite als hängende Spitze hinter Streller, der deshalb wiederum vornehmlich auf der für ihn wesentlich weniger gewohnten halbrechten Seite im Angriff spielte. Dazu tauschten Schär und Suchy die Seiten in der Innenverteidigung.

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