GC planlos in Überzahl

Die Grasshoppers scheiterten in St. Gallen (0:2) an der eigenen Konzeptlosigkeit. In 70-minütiger Überzahl schaffte es GC nicht, die St. Galler ausreichend unter Druck zu setzen. Offensichtlich fehlte ein spezifischer Plan für das Spiel mit einem Mann mehr.

Gerade als sich GC nach hektischer Startphase langsam zu finden schien, fiel in der 14. Minute der St. Galler Führungstreffer nach einem Ballverlust der Grasshoppers in der Vorwärtsbewegung. Wegen der roten Karte gegen St. Gallens Mittelfeldspieler Mutsch nur vier Minuten später, blieben den Grasshoppers allerdings über 70 Minuten, um in Überzahl das Spiel zu drehen. GC scheiterte mit einigen Distanzschüssen nur knapp und zwang bei zwei Kopfbällen St. Gallens Goalie Lopar zu herausragenden Paraden, vermochte aber über die gesamte Spieldauer den FCSG nie nachhaltig in Bedrängnis zu bringen. Im GC-Spiel versagten die Raumaufteilung und die Ballzirkulation. Als Folge davon konnte kaum ein Angriff gut strukturiert zu Ende gespielt werden. Oft wurde der Ball viel zu früh in die letzte Linie gespielt oder bei Angriffen über die Seiten Flanken ohne Not und Erfolgsaussichten geschlagen. Das St. Galler Team wurde nicht genügend zu Laufarbeit gezwungen, zumal GC oft den Ballbesitz mit unnötig schweren, hohen Pässen verschenkte. Das krasse Fehlverhalten und die zahlreichen Missverständnisse lassen darauf schliessen, dass das Spiel mit einem Mann mehr in der Matchvorbereitung bzw. generell in der taktischen Arbeit vernachlässigt wurde.
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Kerzhakov bewegt die Liga

Seine Spielintelligenz ist aussergewöhnlich, seine Bewegungen eine Freude beim Zusehen. Aleksandr Kerzhakov hat das Offensivspiel des FC Zürich wiederbelebt und stellt eine Ausnahmeerscheinung im Schweizer Fussball dar. 

Aleksandr Kerzahkov an seinen Toren zu messen, greift viel zu kurz. Auf Anhieb hat der russische Stürmer das Offensivspiel des FC Zürich markant verbessert. Selbst wenn Kerzhakov nicht trifft oder keine Aktionen im Strafraum verzeichnet, ist er ungemein wertvoll für die Offensive seiner Mannschaft. Dank seiner aussergewöhnlichen Spielintelligenz weiss er sich stets geschickt an den Angriffen seines Teams zu beteiligen. Kerzhakov besetzt freie Räume und beteiligt sich gerne am Kombinationsspiel. Er ist jederzeit anspielbar und erkennt die Ideen seiner Mitspieler. Er zieht mit seinen exzellenten Bewegungen die gegnerische Defensive auseinander und schafft so neue Räume für seine Mitspieler. Er bietet und schafft Optionen – er macht seine Mitspieler besser. Auch im Spiel gegen den Ball unterstützt er sein Team mit äusserst fleissiger Laufarbeit. Kerzhakov ist ein sehr sehenswerter und in der Schweiz derzeit einmaliger Fussballer, dessen wahrer Wert weit über seine Qualitäten als Skorer hinausgeht.

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