FC Luzern lässt Delgado gewähren

Dank geschickten Umstellungen im Spielaufbau nutzte der FC Basel gegen den FC Luzern (3:0) die freien Räume im Zentrum und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung. Die Luzerner schenkten Matias Delgado zu wenig Beachtung und verteidigten schwach. 

Der FC St. Gallen hatte den FC Basel vor Wochenfrist mit einer relativ passiven Ausrichtung vor grosse Probleme gestellt. Trotz vielen Möglichkeiten, das Spiel aus der eigenen Abwehr zu gestalten, vermochte sich der FCB kaum Chancen herauszuspielen. Der FC Luzern stieg in Basel mit einer deutlich aggressiveren Haltung in die Partie und war damit schlecht vorbereitet auf das Basler Spiel, das dank einigen cleveren Umstellungen von Trainer Urs Fischer deutlich besser funktionierte als zuletzt. Zwar hätten die Luzerner das wenig rhythmische Spiel mit etwas mehr Wettkampfglück ausgeglichener gestalten können. Eine realistische Chance auf einen Punktgewinn besassen sie jedoch wegen ihrer schwachen Defensivarbeit nicht.
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FC Basel ohne Spielkultur

Die Spielgestaltung des FC Basel weist aktuell grosse taktische Defizite auf. Die 1:2-Niederlage in St. Gallen steht beispielhaft für die fehlende Spielkultur und die enormen Rückschritte des Teams von Urs Fischer.

Zuletzt in der Super League zweimal geschlagen, vermag der FC Basel spielerisch bereits seit Wochen nicht zu überzeugen. Mehrfach bekundete das Team von Urs Fischer viel Mühe in der Spielgestaltung. In St. Gallen brach das FCB-Spiel insbesondere in der zweiten Halbzeit völlig auseinander. Die spielerisch schwachen Auftritte sind die Folge eines grundsätzliches Problems, das über Formschwankungen oder mangelnde Qualitäten einzelner Spieler und die schlechte Anpassung an die gegnerische Taktik hinausgehen. Dieser Fussball ist Ausdruck einer Spielphilosophie, die sehr wenig beinhaltet vom modernen Positionsspiel. Bei eigenem Ballbesitz fehlen sichtbar die systematischen Abläufe eines strukturierten Pass- und Bewegungsspiels, die noch in der vergangenen Saison so prägnant gewesen waren.

Das Positionsspiel gilt als Basis vieler erfolgreicher Teams der letzten Jahre und bildete auch die Grundlage des FCB-Spiels unter Paulo Sousa, wie beispielsweise in diesem schön aufbereiteten Artikel der TagesWoche zu sehen ist. Der deutsche Taktik-Blog spielverlagerung.de beschreibt hier die wichtigsten Grundsätze und beleuchtet in diesem ausgezeichneten Artikel das Positionsspiel von Pep Guardiola. Das womöglich zentralste Element dieser Spielphilosophie besteht darin, durch geschickte Positionierung bzw. passende Bewegungen hinter jeder gegnerischen Verteidigungslinie eine Übermacht zu erzeugen und sich so durch die Reihen bis vors Tor zu kombinieren. Wie die Analyse der Partie gegen den FC St. Gallen zeigt, könnte der FCB aktuell kaum weiter davon entfernt sein.
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YB mit wirkungslosem Spielaufbau in Thun

Nach dem überzeugenden Sieg im Spitzenkampf gegen den FC Basel (4:2) resultierte für die Young Boys im Berner Derby ein 0:0. Dabei wurde YB in taktischer Hinsicht von gut eingestellten Thunern stark gefordert.

Die Young Boys hatten vor Wochenfrist die Partie gegen den FC Basel nicht zuletzt wegen ausgezeichneter taktischer Einstellung klar dominiert. Nebst dem aggressiven Pressing hatte insbesondere der eigene Spielaufbau sehr gut funktioniert. Im Derby fand man gegen das gut organisierte Defensivspiel des FC Thun jedoch kaum eine Lösung und spielte sich zu wenige Chancen heraus, um einen Sieg zu verdienen. Im Spielaufbau von YB zeigte sich vor allem in der ersten Halbzeit ein typisches Muster. Diese immer wiederkehrende Szene bildet den Fokus dieser Spielanalyse.

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