Vorsichtiger FCB holt Punkt und Titel

Der FC Basel setzte seine auf Vorsicht bedachte Taktik gegen YB gut um. Eine sehr konzentrierte Defensivleistung sicherte dem FCB gegen ebenfalls gut organisierte Berner ein 0:0 und damit den Schweizer Meistertitel.

Im Heimspiel vor knapp drei Monaten hatten die Young Boys den FC Basel dank ausgezeichneter taktischer Einstellung klar dominiert. Mit herausragendem Pressing und mutigem Spielaufbau waren die Berner jederzeit spielbestimmend und verdienter 4:2-Sieger gewesen. Das zweite Aufeinandertreffen der beiden besten Teams der Super League entwickelte trotz wenig veränderter Spielsysteme eine andere Charakteristik. Geprägt von der Ausgangslage in der Meisterschaft, wonach dem FC Basel ein Remis für den vorzeitigen Titelgewinn reichte, schickte FCB-Coach Sousa sein Team mit einer auf Vorsicht bedachten taktischen Ausrichtung aufs Feld. Entsprechend gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen und einem logischen Endresultat.
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Vorschau: Wie gut passt GC-Taktik gegen YB?

Vor der Partie gegen die Young Boys scheint die Ausgangslage für die Grasshoppers klar: Mit einer stark an YB orientierten und damit auf das Spiel gegen den Ball ausgerichteten Taktik soll die Entfaltung der spielstarken Berner verhindert werden.

Vor gut zwei Monaten waren die Grasshoppers zu Beginn der Rückrunde bei den Berner Young Boys mit chancenloser taktischer Ausrichtung im 3-4-1-2-System untergegangen. In der Folge stellte GC-Coach Tami auf eine Viererkette um und orientierte die Taktik seiner Mannschaft immer deutlicher an den Stärken der Gegner. Das GC-Spiel stabilisierte sich damit merklich und vermochte mit dem zweikampfstarken Zentrum und gutem Umschaltspiel als Basis beim 5:0-Sieg in Sion einen Glanzpunkt zu setzen. Wie wichtig es für das GC-Spiel derzeit ist, mit einer stark reaktiven Taktik die Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, zeigte sich vergangenes Wochenende in Luzern: Schlecht auf die Taktik der Luzerner eingestellt und in der Entwicklung des eigenen Spiels weiterhin mit grossen Defiziten, war GC über die gesamte Partie hinweg deutlich unterlegen. Um gegen die spielstarken Young Boys eine Chance auf einen Punktgewinn zu haben, benötigen die Grasshoppers eine deutliche Steigerung im taktischen Bereich.

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Taktische Umstellung leitet FCZ-Untergang bei YB ein

Mit einem neuen System angetreten, stellte der FC Zürich in der Partie beim BSC Young Boys die Formation bereits nach einer Vierstelstunde erneut um und begünstigte damit die hoch verdiente 0:3-Niederlage.

Zu Saisonbeginn hatte der FC Zürich in einem 3-4-1-2-System einige spielerisch herausragende Leistungen gezeigt. Nebst verletzungsbedingten Umstellungen in der Startformation war in der Folge vor allem die gute taktische Einstellung der Gegner für die schlechter werdenden Resultate des FCZ verantwortlich. Die offensichtlichen Schwächen des FCZ-Systems, wie zu grosse Abstände in der Dreierkette, waren beispielsweise von den Young Boys bereits im September beim 2:1-Heimsieg ausgenutzt worden. Gleiches gelang dem FC Sion letzte Woche beim 1:0-Sieg im Letzigrund. In der Runde davor war der FCZ gegen das enge 4-3-3 des FC Vaduz mit seinem völlig unpassenden Spielsystem phasenweise total unterlegen. Die Entwicklung eines alternativen Spielsystems war für den FCZ überfällig. In der Endphase jener Partie in Vaduz (2:2) stellte FCZ-Coach Meier auf eine Viererkette um. Nach der Rückkehr zur Dreierkette gegen Sion schickte Meier sein Team in Bern nun erstmals mit einer Viererabwehr aufs Feld, was zweifellos die richtige Entscheidung darstellte. Im 3-4-1-2-System anzutreten gegen die im Pressing gegen eine Dreierabwehr herausragenden Young Boys wäre fahrlässig gewesen. Weiterlesen »

YB nutzt Aarauer Schwächen nicht

Der BSC Young Boys erreichte in Aarau trotz 70-minütiger Überzahl nur ein 1:1. Wegen einer taktisch und spielerisch zu wenig konsequenten Spielweise verpassten es die Berner, die vorhandenen Lücken in der Aarauer Defensive zu nutzen.

Nachdem der FC Aarau zuletzt mit einer Dreierkette gespielt hatte, wählte Trainer Christ für die Partie gegen YB ein 4-1-3-2-System mit Burki als alleinigem Sechser vor der Abwehr. Die Aarauer versuchten die Berner in viele Zweikämpfe zu verwickeln und möglichst wenig Spielfluss aufkommen zu lassen. Dies gelang ihnen in der von vielen weiten Bällen geprägten Startphase dank intensiver Laufarbeit ausgezeichnet. Die Young Boys hatten grosse Mühe, sich auf den aggressiven Gegner und die ungewohnten Spielbedingungen auf dem Brügglifeld einzustellen. Ein weiter Ball von Jäckle auf Sliskovic führte zum verdienten Führungstreffer der Aarauer. In der 20. Minute änderte sich das Spiel allerdings wegen der roten Karte gegen Djuric grundlegend.

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YB mit wirkungslosem Spielaufbau in Thun

Nach dem überzeugenden Sieg im Spitzenkampf gegen den FC Basel (4:2) resultierte für die Young Boys im Berner Derby ein 0:0. Dabei wurde YB in taktischer Hinsicht von gut eingestellten Thunern stark gefordert.

Die Young Boys hatten vor Wochenfrist die Partie gegen den FC Basel nicht zuletzt wegen ausgezeichneter taktischer Einstellung klar dominiert. Nebst dem aggressiven Pressing hatte insbesondere der eigene Spielaufbau sehr gut funktioniert. Im Derby fand man gegen das gut organisierte Defensivspiel des FC Thun jedoch kaum eine Lösung und spielte sich zu wenige Chancen heraus, um einen Sieg zu verdienen. Im Spielaufbau von YB zeigte sich vor allem in der ersten Halbzeit ein typisches Muster. Diese immer wiederkehrende Szene bildet den Fokus dieser Spielanalyse.

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FCB findet kein Mittel gegen gutes Pressing von YB

Eine Stunde lang war der BSC Young Boys dem FC Basel dank klaren Vorteilen in Spielaufbau sowie Pressing hoch überlegen. Der FCB fand kein Mittel gegen die gute Ausführung der mutigen Spielweise der Berner und blieb chancenlos (2:4).

Sowohl die Young Boys wie der FC Basel versuchen gewöhnlicherweise den Ballbesitz zu kontrollieren, indem das Spiel aus der eigenen Abwehr eröffnet und der Ball mit flüssigen Kombinationen in den eigenen Reihen behalten wird. Entscheidend sind in der Direktbegegnung dementsprechend oft die Mechanismen im Spielaufbau sowie die taktische Ausrichtung gegen den Spielaufbau des Kontrahenten. In dieser Partie war der FC Basel in beiden Belangen deutlich unterlegen. Im eigenen Spielaufbau fand der FCB kein Mittel gegen das aggressive Pressing der Berner. Eine etwas passivere und vor allem weniger kompakte Ausrichtung im Spiel gegen den Ball führte dazu, dass die an diesem Nachmittag auch spielerisch überlegenen Berner die Partie eine Stunde lang dominierten.

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YB ohne Zugriff auf Evertons Spielaufbau

Der BSC Young Boys war im Hinspiel des Europa-League-1/16-Finals gegen den FC Everton (1:4) phasenweise deutlich unterlegen. Insbesondere das Mittelfeldpressing funktionierte gegen ein spielerisch starkes Everton nicht.

Am vergangenen Samstag noch hatte die taktische Einstellung von YB-Coach Forte in der Super-League-Partie gegen GC hervorragend gepasst. In der gleichen Startaufstellung angetreten, fanden die Berner gegen den FC Everton nie Zugriff aufs Spiel. Die Engländer interpretierten das 4-2-3-1-System auf sehr flexible Art und zeigten sich bestens vorbereitet für das Spiel auf dem Berner Kunstrasen. Sie waren gewillt, die Partie mit gutem Spielaufbau und flüssigen Kombinationen zu dominieren. Die wichtigsten Elemente dabei waren viel Bewegung im Spiel ohne Ball vor allem auf der linken Spielfeldseite und ein technisch sehr sauberer Auftritt.

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