Schweiz erzeugt wenig Torgefahr gegen Estland

Beim 3:0-Heimsieg im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland dominierte die Schweizer Nationalmannschaft den Ballbesitz mühelos und blieb ungefährdet. Viele Torchancen vermochten die Schweizer gegen ein flexibles 5-3-2-System der Esten auch wegen nur bedingt passender taktischer Ausrichtung allerdings nicht herauszuspielen.

Estland trat in Luzern mit einem primär auf die Defensive zugeschnittenen System an. Die gemeinhin als 4-4-2 bezeichnete Formation war höchstens in Phasen des eigenen Ballbesitzes teilweise zu erkennen. Grösstenteils mussten die Esten jedoch den Schweizern das Spieldiktat überlassen und formierten sich in einem 5-3-2-System. Die unterschiedlichen Systemausprägungen resultierten insbesondere aus den Pendelbewegungen des linken Aussenläufers Kallaste, der in der Defensive die linke Seite zumachte und damit die Bildung einer Fünferkette ermöglichte. Mets, zuweilen linker Aussenverteidiger im eigenen Spielaufbau hinter dem aufrückenden Kallaste, konnte sich damit in der Defensive als Teil der Dreierkette auf die Deckungsarbeit gegen die Schweizer Stürmer konzentrieren. Auf der rechten Seite hielt sich Teniste stärker zurück als Kallaste. Das eng aneinander angebunde zentrale Dreiermittelfeld war leicht nach rechts verschoben.
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