GC planlos in Überzahl

Die Grasshoppers scheiterten in St. Gallen (0:2) an der eigenen Konzeptlosigkeit. In 70-minütiger Überzahl schaffte es GC nicht, die St. Galler ausreichend unter Druck zu setzen. Offensichtlich fehlte ein spezifischer Plan für das Spiel mit einem Mann mehr.

Gerade als sich GC nach hektischer Startphase langsam zu finden schien, fiel in der 14. Minute der St. Galler Führungstreffer nach einem Ballverlust der Grasshoppers in der Vorwärtsbewegung. Wegen der roten Karte gegen St. Gallens Mittelfeldspieler Mutsch nur vier Minuten später, blieben den Grasshoppers allerdings über 70 Minuten, um in Überzahl das Spiel zu drehen. GC scheiterte mit einigen Distanzschüssen nur knapp und zwang bei zwei Kopfbällen St. Gallens Goalie Lopar zu herausragenden Paraden, vermochte aber über die gesamte Spieldauer den FCSG nie nachhaltig in Bedrängnis zu bringen. Im GC-Spiel versagten die Raumaufteilung und die Ballzirkulation. Als Folge davon konnte kaum ein Angriff gut strukturiert zu Ende gespielt werden. Oft wurde der Ball viel zu früh in die letzte Linie gespielt oder bei Angriffen über die Seiten Flanken ohne Not und Erfolgsaussichten geschlagen. Das St. Galler Team wurde nicht genügend zu Laufarbeit gezwungen, zumal GC oft den Ballbesitz mit unnötig schweren, hohen Pässen verschenkte. Das krasse Fehlverhalten und die zahlreichen Missverständnisse lassen darauf schliessen, dass das Spiel mit einem Mann mehr in der Matchvorbereitung bzw. generell in der taktischen Arbeit vernachlässigt wurde.
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Sion neutralisiert das GC-Spiel

Der taktisch gut eingestellte FC Sion liess das Spiel der Grasshoppers nicht zur Entfaltung kommen, überzeugte offensiv aber auch nicht restlos. GC konnte sich kaum Torchancen erspielen und holte letztlich glücklich einen Punkt (0:0)

Die Grasshoppers hatten zuletzt die Partie gegen den taktisch indisponierten FC St. Gallen mühelos dominiert, indem sie ihre grössten Stärken voll ausspielen konnten. Dingsdag hatte seine Freiheiten im Spielaufbau genutzt, um den Rhythmus der Partie nach Belieben zu bestimmen und Caio sowie Dabbur im linken Halbraum einzusetzen. Gegen den FC Sion erlebte Dingsdag einen wesentlich ungemütlicheren Abend und erspielte sich GC als Folge davon kaum eine echte Torchance.
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GC spielt Stärken aus gegen indisponierten FCSG

Die Grasshoppers dominierten die Partie gegen den FC St. Gallen (2:0) nach Belieben, indem sie ihre Stärken gegen eine ungenügend auf das GC-Spiel abgestimmte Taktik der St. Galler voll ausspielen konnten.

Die Grasshoppers haben im Verlauf dieser Rückrunde deutliche Fortschritte gemacht und zuletzt etwa auswärts den FC Basel gefordert. Mit dem 4-1-4-1-System hat GC-Trainer Tami nach anfänglichen Schwierigkeiten eine passende Formation für sein Team gefunden. Auf dieser Grundlage und dank geschickter Feinabstimmung der taktischen Ausrichtung an die jeweiligen Gegner zeigt GC aktuell ansprechende Leistungen. Spürbar sind allerdings auch die Grenzen dieser Mannschaft. Das GC-Spiel lebt von der Zweikampfstärke im Zentrum sowie der individuellen Klasse am Ball. Auch wenn sich das kollektive Spiel bei eigenem Ballbesitz ständig verbessert, ist das Offensivspiel von GC hauptsächlich von zwei Akteuren abhängig.
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GC fordert nicht ideal eingestellten FCB

Die Grasshoppers zeigten in Basel eine taktisch ansprechende Leistung. Der nicht ideal eingestellte FCB gewann die Partie dank der individuellen Überlegenheit und einer konzentrierten Leistung mit starkem Pressing verdient 2:1.

Nach der Niederlage gegen den taktisch exzellenten FC Luzern hatte FCB-Coach Sousa bereits für die Partie in Vaduz am vergangenen Mittwoch die Ausrichtung seines Teams leicht verändert. Beibehalten wurde die Grundidee des asymmetrischen Spielsystems mit einem weit vorstossenden Aussenverteidiger und einem eingerückten Flügel auf der einen Seite sowie nur einem Aussenläufer auf der anderen Seite. Ausgerichtet wurde die Asymmetrie allerdings spiegelverkehrt, wobei der FCB bereits im Herbst mehrfrach in dieser Variante gespielt hatte. Anstatt wie üblich rechts Xhaka fungierte Traoré auf der linken Seite als vorstossender Aussenverteidiger. Entsprechend gespiegelt wurden auch die übrigen Positionen. Nach dem gelungenen Auftritt in Vaduz (3:1) behielt Sousa diese Ausrichtung mit unveränderter Abwehr für die Partie gegen GC bei. Callà spielte für Degen als rechter Aussenläufer. Zuffi agierte auf der stark eingerückten Position im linken offensiven Mittelfeld. Gonzalez sowie Gashi waren Ersatz.
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Vorschau: Wie gut passt GC-Taktik gegen YB?

Vor der Partie gegen die Young Boys scheint die Ausgangslage für die Grasshoppers klar: Mit einer stark an YB orientierten und damit auf das Spiel gegen den Ball ausgerichteten Taktik soll die Entfaltung der spielstarken Berner verhindert werden.

Vor gut zwei Monaten waren die Grasshoppers zu Beginn der Rückrunde bei den Berner Young Boys mit chancenloser taktischer Ausrichtung im 3-4-1-2-System untergegangen. In der Folge stellte GC-Coach Tami auf eine Viererkette um und orientierte die Taktik seiner Mannschaft immer deutlicher an den Stärken der Gegner. Das GC-Spiel stabilisierte sich damit merklich und vermochte mit dem zweikampfstarken Zentrum und gutem Umschaltspiel als Basis beim 5:0-Sieg in Sion einen Glanzpunkt zu setzen. Wie wichtig es für das GC-Spiel derzeit ist, mit einer stark reaktiven Taktik die Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, zeigte sich vergangenes Wochenende in Luzern: Schlecht auf die Taktik der Luzerner eingestellt und in der Entwicklung des eigenen Spiels weiterhin mit grossen Defiziten, war GC über die gesamte Partie hinweg deutlich unterlegen. Um gegen die spielstarken Young Boys eine Chance auf einen Punktgewinn zu haben, benötigen die Grasshoppers eine deutliche Steigerung im taktischen Bereich.

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Überraschtes GC chancenlos gegen Luzern

Der FC Luzern nutzte im Heimspiel gegen die Grasshoppers die taktischen Vorteile der Rautenformation und zeigte eine überzeugende Leistung. GC schien von der Systemumstellung der Luzerner überrascht und blieb chancenlos (0:2).

Vor sechs Wochen war GC im Heimspiel gegen den FC Luzern als glücklicher 1:0-Sieger aus der letzten Direktbegegnung der beiden Teams hervorgegangen. GC-Trainer Tami hatte für jene Partie das System dem Gegner angepasst und sein Team gegen Luzerns 4-3-1-2 selbst ebenfalls in einer Formation mit Mittelfeld-Raute auf den Platz geschickt. Sich mit seiner Formation recht stark am Gegner auszurichten, blieb in der Folge die Devise von Tami, wobei dies in den letzten Spielen hauptsächlich die Wahl eines 4-1-4-1-Systems bedeutete. Luzern war in der Zwischenzeit ebenfalls von der Rautenformation abgekommen und mehrheitlich im 4-1-4-1 angetreten. Für die Partie gegen GC allerdings kehrte Luzern-Coach Babbel zum anfangs der Rückrunde häufig gespielten 4-3-1-2-System zurück und dürfte GC damit überrascht haben. Die Grasshoppers waren wie zuletzt im 4-1-4-1-System formiert und schienen schlecht eingestellt auf das zentrumlastige Spiel der Luzerner.

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GC glücklicher Sieger gegen Luzern im Rautenduell

Mit dem bereits vierten System in seinem fünften Spiel als GC-Trainer feierte Coach Tami seinen ersten Sieg. Die Grasshoppers gewannen gegen den FC Luzern glücklich 1:0 in einem Duell zweier Formationen mit Mittelfeld-Raute.

Begonnen hatte Tami seine Arbeit bei den Grasshoppers zu Beginn der Rückrunde mit einem 3-4-1-2-System gegen den FC Basel und YB. Insbesondere gegen die Berner war GC mit der Dreierabwehr chancenlos geblieben. Seitdem bildet eine Viererkette die Basis der taktischen Ausrichtung von GC. Gegen den FC Zürich wählte Tami in der Meisterschaft ein 4-2-3-1-System, wobei dies wegen der frühen roten Karte gegen Dingsdag zu einem 4-4-1 verkam. In St. Gallen spielten die Grasshoppers in einem gut auf die Bedingungen angepassten 4-1-4-1-System. Im  Heimspiel gegen den FC Luzern schickte Tami sein Team mit dem bereits vierten System auf den Platz. Dabei orientierte er sich stark an der Ausrichtung des Gegners und wählte wie Luzern-Coach Babbel eine 4-4-2-Formation mit Mittelfeld-Raute, das auch als 4-3-1-2 bezeichnet werden kann.

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Bestandsaufnahme: GC vor dem Derby im Cup

Der Grasshopper Club holte in St. Gallen im vierten Spiel unter dem neuen Coach Tami den ersten Punkt (1:1). Wie bereits in der Vorwoche, als GC im Zürcher Derby gegen den FCZ (0:2) nicht zuletzt wegen einer frühen roten Karte unterlegen war, traten die Grasshoppers mit einer Viererkette an und scheinen damit die Defensive stabilisiert zu haben.

In den ersten beiden Partien nach der Winterpause hatte der neue GC-Trainer Tami sein Team in einem 3-4-1-2-System aufs Feld geschickt. Vor allem im Auswärtsspiel bei den Young Boys vor Wochenfrist hatte diese taktische Einstellung von GC überhaupt nicht funktioniert. Gegen ein früh attackierendes und offensiv individuell gut besetztes 4-2-3-1 von YB hatte man sich viele mannschaftstaktische Probleme selbst geschaffen. Insbesondere individuelle Schwächen waren schonungslos offen gelegt worden. Im Zürcher Derby vor Wochenfrist erfolgte die Umstellung auf ein 4-2-3-1-System. Die Viererkette behielt Tami auch für die Auswärtspartie in St. Gallen bei, stellte sein Mittelfeld allerdings um und wählte erstmals eine 4-1-4-1-Formation. Da beide Spiele von speziellen Umständen geprägt waren, lassen sich die Fortschritte der Grasshoppers nur beschränkt beurteilen. Es ist aber davon auszugehen, dass GC am Mittwoch im Cup-Viertelfinal gegen den FC Zürich erneut mit einer Viererkette antreten wird.

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